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Schlussbericht Carolin

Ende August hieß es für mich: auf nach England! Mein Koffer gepackt bis zum Gewichtslimit und ich bin rechtzeitig im Flughafen eingetroffen um den Flug nach London anzutreten.
Nach nur 1,15 Stunden war ich schon in England. Das ging schnell! Dort wurde ich am Flughafen sehr herzlich von meinem künftigen Chef abgeholt und in meine Gastfamilie gebracht. In der ersten Woche bekam ich Gelegenheit, alle Menschen, mit denen ich im Verlauf meinem neun monatelangen Freiwilligendienst arbeiten werde bei einer Tasse Kaffee oder einer Portion Spagetti kennenzulernen. Erster Eindruck: die Engländer sind wirklich sehr freundlich.

Ab Montag ging es dann los mit der Arbeit. Erstmal ein ganzer Tag voll Erklärung, was die Organisation macht und was die Aufgaben der Freiwilligen sind. Nach einem halben Jahr habe ich dann auch alles verstanden: Wir (das bin ich und eine andere Freiwillige) führen kleine Theaterstücke in Grundschulen auf, machen die Requisiten dafür, entwerfen Spiele und Songs, bereiten Holiday Clubs vor und führen sie durch, organisieren und veranstalten eigene Projekte. Zusätzlich habe ich noch in Pfadfindergruppen mitgeholfen und in der lokalen Kirche in verschiedenen Kindergruppen gearbeitet, sodass ich ein sehr buntes Programm und einen ständig wechselnden Tagesablauf hatte.

Alle Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, haben mich sehr unterstützt und immer geholfen, wenn ich etwas brauchte. Mit meiner Mentorin hatte ich regelmäßige Treffen. Meine Gastmutter hat mir nötigen Freiraum gegeben, war aber immer für mich da, wenn es mir nicht gut ging.
Etwas schwierig war es zu Beginn Gleichaltrige kennenzulernen, da das Dorf hauptsächlich von älteren Menschen bewohnt ist. Versucht zu Kontakten zu kommen habe ich es durch Teilnahme an einem Chor, Ukulele-Kurs, Bibelstudium; letztendlich bin ich zufällig einer Au-Pair über den Weg gelaufen und dann hat sich alles von selbst gegeben... Also ein Tipp: Es ist auf alle Fälle sehr hilfreich im sozialen Leben des Ortes mitzumachen, aber manchmal sind eben doch die unerwarteten Begegnungen die gesegneten.

In meiner Freizeit habe ich sehr viel unternommen, wie schon oben erwähnt habe ich verschiedene regelmäßige Gruppen besucht, was mich recht schnell heimisch fühlen ließ. Zusätzlich habe ich die Zeit auch genutzt um viel zu reisen, was ich jedem wirklich empfehlen würde.

Bei diesem Jahr "Aufatmen", wie ich es gerne nenne, habe ich v. A. gelernt, kleine Momente zu genießen, ein gutes Stück Arbeit zu leisten mit dem man so viel helfen kann und das Leben von einer anderen Seite zu betrachten. Es war für mich ein Jahr, für viel Neues auszuprobieren. Viele neue Kontakte haben sich gebildet und ich habe Einblick in Tradition und Gewohnheiten plus Verstehen derselben gehabt.
Ein Jahr um sich auszuprobieren, sich selbst zu finden, in Arbeitsbereiche rein zu schnuppern und selbständig zu werden. Ein großer Schatz für das ganze Leben!