zurück zur Übersicht Entsendungen
Schlussbericht Christina

Dies ist also mein Abschlussbericht nach meinem 7 monatigen Freiwilligendienst in Frankreich. Ich habe meinen Freiwilligendienst bei der FOL gemacht, einer Organisation, die sich z.B. um die Organisation von "Aktiv Ferien" ( z.B. Workcamps ), für junge Leute bemüht oder auch außerschulische sportliche Aktivitäten organisiert.
Alles in allem hörte sich das so für mich bei Beginn meines Freiwilligendiesntes ganz gut an und da ich davon ausgegangen war, dass ich in der Abteilung für Sport mitarbeiten würde, war ich auch sehr Zufrieden mit der Wahl meines Projektes. Doch die Probleme fingen schon am Flughafen an, keiner der Verantwortlichen, die mich abholten sprachen auch nur ein Wort Englisch, dabei hatte ich gedacht ich hätte in meiner Bewerbung deutlich gemacht, dass ich kein Französisch spreche. Es gab zwar später in der Organisation zwei Leute die Englisch sprachen ( meine beiden Tutoren) doch leider sollte ich hauptsächlich mit anderen Leuten aus der Organisation zusammen arbeiten, was für mich am Anfang oft nicht einfach war, da sie sich auch alle keine große Mühe gaben. Im Endeffekt endete das ganze damit, dass diese Leute aus der Sportabteilung nicht mehr mit mir zusammen arbeiten wollten, da ich nach zwei Monaten noch nicht gut Französisch sprach. Und ich hatte bei meinen Sprachbemühungen keinerlei Unterstützung, ich bat die Organisation mehrmals um einen Sprachkurs oder wenigstens um Material, aber ich habe keinerlei Unterstützung erhalten.

Na ja, jedenfalls half ich von nun an bei der Vorbereitung und Durchführung, der internationalen Workcamps, was für mich ein großes Glück war, denn diese Arbeit habe ich wirklich geliebt.
Die einzelnen Camps bestanden oft aus Gruppen von Jugendlichen aus 5 verschiedenen Ländern, meistens im Alter von 14 bis 22 Jahren. Diese Camps standen immer unter einem anderen Motto, einmal ging es darum eine Landschaft zu gestalten ein anderes Mal sollte ein Theaterstück gegen Diskriminierung entstehen.
Ich muss sagen dass ich durch diese Arbeit Erfahrungen gesammelt habe zu denen ich sonst nie die Chance gehabt hätte, ich habe junge Leute aus so vielen verschieden Ländern kennen gelernt und dabei durchgehend nur positive Erfahrungen gemacht und das schönste für mich, mir sind ein paar Vorurteile genommen worden. Eigentlich denkt man vorher von sich selbst immer man wäre sehr Vorurteils los, dass man aber eigentlich doch welche hatte merkt man erst später, wenn sei einem genommen wurden. Ein einziges Großes Vorurteil, welches ich vorher nicht so richtig wahrhaben wollte, hat sich aber für mich mehr als bestätigt, " Die Franzosen sprechen wirklich kein Englisch"!!!! Also man sollte wissen was man macht wenn man nach Frankreich geht ohne die Sprache zu beherrschen. Obwohl ich jetzt am Ende wirklich von mir behaupten kann sehr viel zu verstehen und mich auch verständigen zu können, aber dazu braucht man am Anfang echt Geduld, denn die meiste Zeit muss man zuhören, dadurch lernt man nämlich am schnellsten.

Dann kommt natürlich auch noch dazu, dass man sich am Anfang manchmal recht verlassen vorkommt wenn man sich nicht verständigen kann und einen somit niemand versteht. Aber trotz dieser Anlaufschwierigkeiten, möchte ich die 7 Monate keinesfalls missen, denn ich war in einer wunderschönen Gegend, in der Bretagne, auch wenn die Stadt in der ich lebte nicht ganz so schön war, habe Leute aus aller Welt kennen gelernt und auch in meinem Alltag Erfahrungen gemacht und Sachen gesehen, die ich sonst nie gesehen oder gemacht hätte!!! Also auch wenn ich euch nicht unbedingt die gleiche Aufnahmeorganisation empfehlen würde, der Freiwilligen Dienst ist eine unersätzliche Erfahrung!!!!!

Christina