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Zwischenbericht Caspar

Am 6 Januar kam ich um ca 5 Uhr in der kleinen schwedischen Stadt Eksjö an. Vor mir liegen 8 Monate EVS in Schweden. Werde meinen Bericht über die ersten 4 Monate etwas unterteilen.

Stadt Ekjsö:
Eksjö ist eine schöne kleine sehr typisch schwedische Stadt mit ca. 10.000 Einwohnern, roten Holzhäusern und drum herum viele Seen und Wald.
Ich hatte vor meiner Abfahrt etwas Bedenken, ob ich mich in so einem kleinen Dorf wohl fühlen werde. Ich komme aus einer Stadt mit ca. 160.000 EInwohnern. Das ist zwar keine Weltstadt, aber doch deutlich grösser als 10.000. Diese Zweifel haben sich aber schnell nach meinem Ankommen zerstreut. Nach den ersten zwei Tagen kannte man schon so gut wie alle wichtigen Stellen wie, Schwimmbad, Supermarkt,, Arbeitsplatz nächstgelegener See und alles ist zu Fuss in 5-10 Minuten zu erreichen.

Wohnung:
Die Wohnng liegt mitten in der Stadt am Stora Torget (grosser Markt). Ich habe ein kleines Zimmer und teile mir Küche und Badezimmer mit zwei anderen Freiwilligen. In den Haus wohnen ausserdem noch zwei Familien und der Besitzer des Hauses. Laute Partys sind deshalb zwar nicht möglich aber dafür gabs gleich Kontakt zu echten Schweden und einen Einblick in das schwedische Familienleben. Das richtig schöne an der Wohnung ist, dass sie einen Garten hat den wir mit benutzen dürfen. Gerade jetzt wo es wärmer wird haben wir mindestens 2 Grillabende die Woche.

Arbeit:
Meine Arbeit ist in einer Grundschule (1-6 Klasse). Zu Beginn bin ich nur mit den Lehren mitgegangen hab mir den Unterricht angeschaut, versucht etwas zu verstehen und mich ein bisschen mit den Kindern vertraut zu machen. Nachdem dann mein schwedisch etwas besser war haben mir die Lehrer kleine Aufgaben gegeben, die ich mit einer kleinen Gruppe von Kindern bearbeiten sollte. Ich hatte aber immer auch die Möglichkeit, zu sagen was ich machen möchte. Nach 2 Monaten durfte ich dann versuchen alleine eine Sportstunde für eine zweite klasse zu geben. Natürlich war der Lehrer anwesend hat aber nicht eingegriffen. Ich bin in der Schule von allen Lehrern freundlich aufgenommen. Am Ende jeder Woche hatte ich immer ein Gespräch mit dem Schulleiter, wo er mich gefragt hat wie es mit gefallen hat, was ich gemacht habe. Ausserdem haben wir besprochen was ich in der nächsten Woche tun werde. Nach einiger Zeit waren diese Treffen dann noch alle zwei oder drei Wochen. Dadurch hat sich ein festen Studenplan für mich rausgestellt.
Der andere Teil meiner Arbeit ist für meine Mentorin, die für die Stadtverwaltung arbeitet. Hier arbeitet sie mit internationalen Projekten. Ich hab ihr geholfen bei der Vorbereitung und Durchführung von Jugendaustauschen. Diesen Teil der Arbeit hab ich sehr genossen, weil sie viel Kontakt zu unterschiedliche Leuten mit sich bringt.

Mentorin:
Ein kurzer Abschnitt zu meiner Mentorin. Dazu kann ich nur sagen, es hätte besser nicht sein können. Sie steht immer zu Verfügung, wenn ich was brauche oder Fragen habe und gerade zu Beginn als ich noch nicht so viele Leute kannte, haben wir Freiwilligen oft Sachen mit ihr unternommen. Ein grosses Lob an Liene. :-)

Freizeit:
Für meine Freizeitgestaltung bin ich zum Schwimmverein gegangen und bin dann mit einer anderen Freiwilligen noch zu einer Capoeira Gruppe gegangen. Das war einmal gut, weil neben der Arbeit noch viel Freizeit übrig blieb, aber auch um Leute kennenzulernen. Trotzdem hat es etwas gedauert, bis ich etwas Kontakt zu gleichaltrigen Schweden bekommen habe und dies mehr über die Arbeit mit Liene, wo oft auch Jugendliche aus Schweden involviert waren. Dafür gab es Kontakt zu anderen Freiwillige aus ganz Schweden nach dem On Arrival Training. So bin ich auch viel durch Schweden gefahren hab Freiwillige besucht und mir somit andere Städte angeguckt.

Caspar

 

Schlussbericht Caspar

Die zweite Hälfte meines EVS Aufenthalt in Schweden unterschied sich etwas zur ersten, da die Schule in der ich täglich gearbeitet hatte vom 15. Juni bis Ende August Sommerferien hatte. Ich hatte also nur ein wenig Arbeit für meine Mentorin zu erledigen und viel Freizeit.

Im Juni gab es dann das grosse Midsommer fest an dem es den ganzen Tag und die ganze Nacht geregnet hat, was die Schweden nicht davon abhält schwimmen zu gehen und Eis zu essen. Ende Juni kamen dann meine Eltern und meine Schwester für einen kurzen Besuch vorbei. Anfang Juli startete ich dann meine 3 wöchige scanrail Tour durch Schweden und Norwegen. Wir sind in Schweden bis an die Nordspitze gefahren, wobei wir immer kurze stops auf dem Weg machten. In Skandinavien kann man nahezu überall und umsonst für eine Nacht zelten, was uns sehr zusagte da unser Reisebudget doch sehr knapp war. Nachdem wir dann nach einigen Tage an der Norspitze Schwedens waren (bis zum Nordcap hat es leider nicht gereicht) ging es dann nach Norwegen auf die Lofoten und dann in Norwegen nach Oslo Bergen und dann zurück nach Schweden. Auch wenn die schwedische Landschaft wirklich schön ist, ist das nichts gegen Norwegen. Die Lofoten und die Fjords in Norwegen im Sommer mit 24 Stunden Sonnenschein war einfach nur unglaublich. Wirklich ein muss für jeden der längere Zeit in Skandinavien ist.

Nach meiner Scanrail Tour hatten wir dann hier eine Jugendfreizeit von dem youth in action Programm. Die Freizeit war sehr lustig aber auch sehr viel arbeit. Nachdem die Freizeit zu ende war hatte ich ca eine Woche Ferien und dann ging es zur nächsten Freizeit aber diesmal nach Bosnien. Meine erste Reise in ein Land vom Balkan. Die Freizeit dort war sehr anders als die, die ich in Schweden mitgemacht hatte. Die Woche in Bosnien war glaube ich die einzige Woche mit richtig Sommer dieses Jahr für mich. Es war super heiss, was vielleicht auch der Grund war das die Aktivitäten nicht sooo viele waren. Dennoch waren super nette Leute da und wir hatten die Möglichkeit uns einige sachen in Mostar(der stadt wo die Freizeit war) und Sarajevo anzugucken. Nach dieser Freizeit hab ich noch einen kurztrip nach Helsinki gemacht um dort eine Freundinn zu besuchen. Dannach hatte wir wieder eine Freizeit in Schweden und mit deren Ende war auch mein EVS in Schweden zu Ende.

Die zweite Hälfte meines EVS war also geprägt vom Reisen, viele Leute kennenlernen und viele schöne Plätze sehen.
Ich hab meine 8 Monate in Schweden total genossen und bin froh, dass ich mich für den EFD/EVS und für Schweden und dort mein Projekt entschieden habe. Dennoch hab ich mich am Ende auch gefreut einmal wieder nach Deutschland zu kommen, wo ich die ganzen 8 Monate nicht einmal war. Nach kurzer Zeit stellte ich aber fest, dass sich nicht viel verändert hatte und ich wollte gerne sofort wieder losreisen :-)

Caspar