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Schlussbericht Magdalena

Jetzt stellt sich natürlich die Frage wie man 9 Monate and lustigen, interessanten, anstrengenden, wundervollen....Erfahrungen relativ schlüssig auf Papier bekommt. Dann fangen wir mal an.

Ich war an einer dänischen Volkehøjskole, was nicht mit der deutschen Volkshochschule zu verwechseln ist. An der Højskole können sich Erwachsene für 4 Monate (ein Semester) oder 9 Monate (2 Semester) weiterbilden wobei besonders Sozialkompetenzen gefördert werden, da man wie in einem Internat zusammenlebt.
Und was vielleicht am wichtigsten ist es gibt keine Klausuren oder Tests oder so was und das gesamte Konzept ist auf informellem Lernen aufgebaut das bedeutet auch das der Lehrer nicht der unangefochtene Leiter des Unterrichts ist sondern eher als Anleiter gesehen werden soll da erwartet wird dass jeder sein Wissen zu den behandelten Themen aktiv einbringt.

An meiner Hojskole war es so dass jeder Schüler ein Haupt- und ein Nebenfach sowie verschiedene Workshops gewählt hat. Das Hauptfach konnte dann so was wie Musik, Politik, Outdoor life, EuroClass oder ein Reiseprojekt sein, als Nebenfach gab es z.B. Pädagogik, Philosophie, Literatur, Kunst,...und ganz verschiedene Workshops wie Ballsportarten, Glas, textiles Gestalten, verschiedene Chöre, verschiedene Bands, Theatersport, Schwimmen und noch so einiges.

Ich hab vorwiegend mit EuroClass gearbeitet und wie der Name schon sagt bestand die Klasse aus Leuten die aus den verschiedensten Ländern Europas kamen. Der Schwerpunkt lag auf internationaler Organisationsarbeit besonders Jugendarbeit und alles Schüler kamen aus verschiedenen Organisationen in ihren jeweiligen Heimatländern. In diesem Jahr waren es 16 Leute mit 11 verschiedenen Nationalitäten.

Meine Aufgaben waren sehr vielfältig und was besonders schön war ich konnte mir viele Sachen selbst suchen.
Also habe ich die Website betreut, mitgeholfen eine zweiwöchige Tour durch Europa zu organisieren, EuroClass in verschiedenen europäischen Organisationen und auf Leitungstrainings beworben, ein paar Gruppenbildungs-Einheiten gemacht, administrative Arbeiten und einfach als Ansprechpartner für die Schüler da sein. Natürlich habe ich auch am ganz normalen Højskole leben teilgenommen.

Ich hatte in der Højskole ein Zimmer und den Luxus genossen voll mitverpflegt zu werden - kein kochen oder Geschirrspülen und trotzdem lecker essen das ist doch mal was J.

Die Schule lag an einem Fluss ca. 3 km vom Zentrum der Stadt entfernt die zwar nicht so groß ist, aber trotzdem alles hat was man so braucht. Außerdem ist die Schule super gut ausgerüstet mit allem möglichen wie z.B. Räumlichkeiten zu Kreativ sein mit Ton, Glas oder Textilien, Sporthalle, Schwimmbad, Videokameras, Kanus, Kajaks so dass man ohne Probleme mit dem Kanu in die Stadt fahren kann sich ein Eis holen und gemütlich wieder zurück. Also langweilig wird es einem bestimmt nicht, wie auch wenn man mehr oder weniger mit 80 Leuten in einer Art WG wohnt.

Also wie gesagt es hat mir super gut gefallen und ich kann es nur jedem weiterempfehlen.

Viele Grüße
Magdalena