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Zwischenbericht Ingrid

Ich bin jetzt zewi Monate hier und hab wieder mal einiges gelernt und vieles gemacht. Wir drehten einen Video ueber das Cheshire home (urteil totale Pleite), waren auf einem Camp (ich bin jetzt fit in survivaltraining), besuchten Hunderennen (nun bin ich pleite), Kino, Schwimmen..
Die anderen Freiwiligen sind echt total ok und wir haben viel Spass, dadurch das ich jetzt erst um 13 uhr aufstehe, ist der Tag viel kuerzer und ich bin nun immer voll beschaftigt.
Heute abend besuchen wir Freunde vom EVS meeting in Dublin und anschliesend geht es nach Cork. Ich freue mich schon riesig endlich mal wieder City life..
Das einzige was wirklich nicht klappt ist unser Englisch unterricht. Die Anderen haben mittlerweile aufgegeben zu danach zu fragen. Ich war Angeln- keine Sportart fuer mich...Sonst gibt es nicht wirklich was neues - der typische Dorfklatsch blueht . Ach ja wir sind jetzt endlich wieder mehr volunteers und so koennen wir frei nehmen...

Ich wuerd dir ja gern mehr schreiben aber .... genau die Rebhuehner sind gewachsen und ich kann kaum erwartet bis die Jagdsaison beginnt - sie erschrecken mich jedesmal wenn ich jogge....Du siehst das leben ist hier really fast..

Erfahrungsbericht Ingrid

Mittlerweile ist es nun doch schon über drei Monate her das ich wieder nach Deutschland zurückgekehrt bin. Ich habe mich schon wieder eingelebt und sehe vieles wieder mit einem anderen Hintergrund.
Eins ist sicher: so hart manchmal auch dieses Jahr war, ich möchte es nicht missen.

Wie ihr im meinen Halbjahresbericht schon erfahren habt, war unsere Gruppe unüblicherweise sehr klein und wir hatten einige Verständigungsprobleme. Durch die Abgeschiedenheit wird vieles einfach bedeutender als wir es in der "normalen" Welt sehen würden. Nun lache ich manchmal über unsere kleinen Problemchen und denke mir es war eine sehr starke und einprägsame zwischenmenschliche Erfahrung.

Gerade die Einsamkeit und die faszinierende Stille, womit wir am meisten zu kämpfen hatten, genau das vermisse ich nun hier im schnelllebigen Deutschland. Ebenso das Übliche zu spät kommen, die Menschen die immer für einen Tratsch Zeit haben. Zu meinem Eingeständnis muss ich gestehen das ich diese Eigenschaft voll übernommen habe und somit meine ganzen Freundinnen in den Wahnsinn treibe.

Dieser Sommer in Irland war super schön man konnte eigentlich alles draußen machen, es kamen wieder neue Freiwillige und so war wieder ein neuer Ansporn da. Wir haben immer wieder Ausflüge gemacht und trotz kein Auto nur mit trampen kamen wir überall hin wo wir hinwollten. Natürlich gab es immer wieder witzige Zwischenfälle z.B. als wir in Nordirland mit einem Fleischlieferwagen mitfuhren, der dann vor uns plötzlich eine halbe Kuh in ein Pub schleppte. Netterweise, als wir erklärten wer wir sind EVS Freiwillige sprich mit 45 Euro die Woche, bekamen wir sogar etwas Mittagessen geschenkt.

Mittlerweile wurde das Cottage renoviert, das habe ich leider nicht mehr erlebt und eine neue Gruppe hielt Einzug. Kontakt habe ich schon noch mit den anderen Freiwilligen mit den Residents eher weniger aber ich werde demnächst mich mal melden. So nun endlich habe ich auch diese Pflicht getan und wünsche allen die einen EVS Aufenthalt vor sich haben eine tolle Zeit.

Ingrid